Schwäbischer Bezirksverband
für Gartenbau und Landespflege
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1. Vorsitzender
Helmut Guckert
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Obstbäume im Sommer - Sommerschnitt?
Aktuelles im
Obstgarten
Narrentaschen - Krankheit der Zwetschge

 

Aktuelles im Obstgarten

  • Frühjahrsdüngung. Sehr häufig wird der Nährstoffbedarf unserer Obstgehölze weit überschätzt. Viele Erwerbsbetriebe geben deshalb seit Jahren nur das geschredderte Schnittholz, zusammen mit einem bestimmten Stickstoffausgleich auf die Baumstreifen und erzielen dennoch gute Ernten. Im Garten wird man nur selten Obstgehölze alleine haben. Vielmehr gibt es meist benachbarte Gemüse- oder Zierflächen, die regelmäßig mit Kompost und ausreichenden Nährstoffen versorgt werden. Von dort (und vom Nachbarn) holen sich die Obstbäume mit ihren weitstreichenden Wurzeln ihren Bedarf zu rechter Zeit, sodass zusätzliche Gaben unnötig, oft genug auch schädlich sind. Eine Düngung ist auch nur sinnvoll im Bereich der Kronentraufe, nicht aber in Stammnähe.
  • Die Düngezeit. Sollte aufgrund einer Bodenuntersuchung vom Herbst dennoch eine Düngergabe notwendig werden, so können Nährstoffe nur nützen, wenn sie zur Zeit des intensiven Wurzelwachstums auch zur Verfügung stehen. Die Umwandlung im Boden in eine pflanzenaufnehmbare Form bedarf aber einer bestimmten Zeit, welche abhängig ist von der Feuchtigkeit, dem Humusgehalt und vom pH-Wert. Ein starres Programm und eine einmalige, volle Jahresgabe im Frühjahr sind deshalb unsinnig, weil erst zuviel, später aber zu wenig verfügbar ist.

Pflanzenschutz aktuell

  • Schwebfliegen, vor allem die verbreiteten, wespenartig gefärbten, stachellosen Hain-Schwebfliegen spielen als Bestäuber neben den Bienen eine wesentliche Rolle. Anhand verschiedener Tests konnte man nachweisen, dass sie sich optisch orientieren und dabei eine Vorliebe für gelbe Blüten haben. Deshalb lässt man gerne Kreuzblütler, insbesondere Kohlpflanzen, im Frühjahr gerne zur Blüte kommen, um Schwebfliegen damit anzulocken. Sie ernähren sich von Blütennektar und Pollen, auch vom Honigtau der Blattläuse und legen ihre Eier bevorzugt in Blattlauskolonien ab, damit die ausschlüpfenden Larven sofort die Läuse aussaugen können. Spinnmilben und kleine Raupen sind ebenfalls Teil ihrer Nahrung. Die Hain-Schwebfliege wird für den biologischen Pflanzenschutz gezüchtet und ist im Nützlings-Fachhandel erhältlich, u. a. bei Sautter & Stepper in 72119 Ammerbuch, E-Mail info@nuetzlinge.de oder Katz Biotech AG in 15837 Baruth, E-Mail info@katzbiotech.de
  • Obstbaumspinnmilben zählen zu den bedeutendsten Schädlingen an Apfel, Pflaumen und Rosen, gelegentlich auch an Birnen, Kirschen, Beerenobst. Jetzt ist die Zeit günstig, um sich – mithilfe einer Lupe einen Überblick von einem zu erwartenden Befall zu verschaffen. Die rostroten, zwiebelförmigen Eier sind bevorzugt an Kurztrieben und in Knospennähe zu suchen. Jetzt sind die Eier für eine Bekämpfung aber noch nicht weit genug entwickelt, denn die Atmung ist noch zu gering für eine Ölbehandlung. Bester Termin liegt in der Zeit des Mausohrstadiums, ersatzweise ist noch eine Vorblütespritzung bis zum Ballonstadium möglich. Nach erfolgtem Schlupf können bei einer Schadensfeststellung auch Raubmilben eingesetzt werden (Lieferanten siehe Schwebfliegen).
Mehr Tipps und Hinweise finden Sie im aktuellen Heft "Gartenratgeber" des Landesverbandes. Online können Sie die Artikel HIER lesen.

 


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